Culture Hacks

Culture Hacks sind Mini-Interventionen (minimalinvasive Interventionen), mit denen Teams ihre Kultur weiterentwickeln. Als kleine praktische Helfer sorgen sie ergänzend zu unternehmensweiten Kulturprozessen in Teams dafür, dass die Kultur im Blick bleibt und weiterentwickelt wird.

Anleitung

Prinzipien der Culture Hacks

  • Schnell (max. 90 Min.), effektiv und selbstwirksam
  • Systemisch-agil: experimentieren – reflektieren – weitergehen
  • Spielerisch, minimalinvasiv
  • Routinen und Schonfrist
  • Selbstorganisiert mit Patensystem

Prozess

  • Das Team wählt einen Hack für einen bestimmten Zeitraum aus (mit Mehrheitsentscheid: wenn 20% dagegen sind, startet der Hack nicht)
  • Paten: Es braucht einen Kümmerer, der den Prozess organisiert und am Laufen hält (sollte eher nicht die Führungskraft sein)
  • Setup: Häufigkeit der Durchführung, an welche Plattformen angedockt?
  • Experimentierphase: Pate führt. Regel: ein Monat (mindestens drei Interventionen lang "Welpenschutz". Durchhalten und nicht abbrechen. Feedback kommt in Feedbackbox, wird nach den ersten Interventionen angeschaut)
  • Reflect: Was lief gut, was war schwierig?
  • Teamentscheidung: fortsetzen oder lassen
  • Co-learning: Erkenntnisse und Erlebnisse in der Organisation weitertragen

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Boxenstopp Mails

E-Mails und die Kunst, klar und deutlich, aber auch empathisch zu formulieren.

Wir greifen oft dann zu E-Mails, wenn es gilt, Themen mit Klarheit und Verbindlichkeit zu adressieren – oder wenn wir uns ärgern. Nicht selten mit einigen CCs im Schlepptau. Wir kommunizieren zu Inhalten, aber auch mit Menschen und deren Sichtweisen, Bedürfnissen, aktuellem Selbstwert und Bildern. Im Stress entstehen leicht Formulierungen und damit Missverständnisse, die unter Umständen unter der Oberfläche weiterwirken.

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Thanksgiving

Feedback geben – der Weg über die Hemmschwelle.

Eigentlich wissen wir ja, dass Feedback wichtig ist. Dennoch schafft es Feedback oft nicht über die Hemmschwelle. Erscheint es nicht so wichtig wie das Operative? Ist es aber, denn es ist der Schmierstoff für gute Teams. Entspannte Feedbackrunden können herausfordernd sein: Sind sie in Ihrer Kultur üblich? Ist das Feedback angemessen? Zu künstlich? Wirkt es arrogant? In der Folge solcher Überlegungen wird Feedback oft ganz unterlassen.

Schade, denn: gutes, heißt produktives Feedback fördert Beziehungen und Vertrauen und stärkt das gemeinsame Vorwärtskommen. Positives wie negatives Feedback fördern das „Äxte schärfen“ für bessere Zusammenarbeit – sowohl im 2er-Kontakt als auch im Team.

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Kreativzeit

„Ich hätte so gute Ideen. Das gehe ich mal an, wenn ich Zeit dafür habe.“

Wir kennen alle das Phänomen – das Dringende „gewinnt“, das Wichtige fällt hinten runter. Wenn es jetzt noch um meine eigene Entwicklung, meine Inspirationen, Ideen zur Weiterentwicklung der Organisation - also Themen ohne direkten Auftraggeber oder Druck von Stakeholdern - geht, dann ist das im Arbeitsalltag schon gar nicht unterzubringen.

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Sinnfrage

Mein Beitrag zählt nicht wirklich – oder vielleicht doch?

MitarbeiterInnen und Führungskräfte tun sich bisweilen schwer, den eigenen Beitrag zum Ganzen zu sehen und sich selbst dafür Anerkennung zu zollen. Im Alltag steht in der Regel Operatives im Vordergrund und nicht jede/r wird (regelmäßig) in übergreifenden, „beeindruckenden“ Projekten eingesetzt. Gleichzeitig ist es aber ein Grundbedürfnis jedes Einzelnen, einen guten Beitrag in seiner Rolle zu stiften. Da hilft für die emotionale Verankerung bisweilen, den Blick zu heben und sich der eigenen Wertschöpfung für die Organisation bewusst zu werden und sie in Wort oder Bild auszudrücken.

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Der Elefant im Raum

Oft stehen in Meetings Dinge unausgesprochen im Raum.

Alle spüren es, aber: Keiner sagt etwas. Statt eines Appells: „Übernehmt Verantwortung und sprecht an, was sowieso alle merken!“ helfen spielerische Interventionen mit Hilfsmitteln: Wie ein sogenannter „Schwurbel“, ein bunter, leuchtender Gummiball.

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Timeboxed Meetingstarts

Fördert die Beziehungsebene im Team.

Oft haben Teams Sorge, dass sie sich zu lange mit sich selbst beschäftigen und man zu wenig zu den „eigentlichen“ Themen kommt. In Kontakt zu treten ist jedoch unabdingbar und findet – informell – meist trotzdem statt. Den meisten Unternehmenskulturen kommt hier eine klare Struktur entgegen. Genau das ermöglicht das Timeboxing – es gibt einen klar definierten und begrenzten Rahmen vor.

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Gebrauchsanweisung für mich

Kennen wir die Risiken und Nebenwirkungen voneinander, ist es leichter, sich aufeinander einzustellen.

Das hilft der Orientierung im Umgang miteinander und macht so manches Verhalten nachvollziehbarer. Und wenn es mal hoch her geht, sind Warnhinweise und Krisenanleitung sicher hilfreich …

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Jeder darf fragen

Kreativitätstechnik, die Gruppendiskussionen und individuelles Denken anregt.

Besonders sinnvoll, wenn komplexe Problemstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden sollen. Bei der Diskussion beruft sich jede/r auf die Rolle, die gerade eingenommen wird und muss nicht die eigene Sicht preisgeben. Die Rollen entsprechen bestimmten Blickwinkeln: So dürfen bspw. provokative Fragen gestellt werden. Teammitglieder schlüpfen abwechselnd in jede Rolle und beleuchten das Problem aus der jeweiligen Perspektive.

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Speed-Dating

Gemeinsamkeiten fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Sie arbeiten als Team schon seit einigen Jahren zusammen, oder lernen sich in einer neuen Teamkonstellation kennen – wie gut kennen Sie sich eigentlich? Welche Gemeinsamkeiten haben Sie? Was wissen Sie bereits voneinander, was verbindet Sie? Mit dem Speed-Dating finden Sie auf schnelle, spielerische Art Gemeinsamkeiten und Besonderheiten und kommen in den Dialog. Sie stimmen im Vorfeld ab, ob Sie nur private oder auch berufliche Themen ansprechen möchten.

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Visionen

Visualisieren und miteinander teilen, warum wir mit welchen Träumen zusammen im Team sind.

Der Why Talk beflügelt gegenseitiges Kennenlernen und lädt dazu ein, dem Team etwas von sich mitzuteilen. Er fördert die psychologische Sicherheit als wichtige Voraussetzung für gute Zusammenarbeit.

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Did you know ...?

Tieferes Vertrauen – auch und gerade für Teams, die schon lange zusammenarbeiten.

Vertrauen bildet sich dadurch, dass man etwas von sich mitteilt und sich öffnet. Damit geht man in Vertrauensvorschuss. Gleichzeitig lernt sich das Team von einer neuen, unbekannten Seite kennen und rückt dadurch näher zusammen.

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Note so self

Stolpersteine für neue Regeln finden und nicht darüber fallen!

Bei der Vereinbarung neuer Regeln im Team liegt eine Gefahr des Scheiterns gerade in der ersten Zeit. Da wo es darum geht, es anders zu machen. Denn das Naheliegende, der Automatismus ist genau das Bisherige, das Bekannte. Für eine Übergangszeit benötigen alle demnach Aufmerksamkeit darauf, es wirklich anders zu machen. Statt gleich beim ersten Mal das Vorhaben schleifen zu lassen und zu denken: „Nächstes Mal“. Wenn sich ein, zwei Teammitglieder die ersten Male nicht daran halten, ist schnell die Luft raus. Um das zu vermeiden und alle in die Verantwortung zu bringen, macht sich jede/r die eigenen Stolpersteine bewusst.

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Lobkarten

„Nicht geschimpft ist genug gelobt.“

Diesen Satz gibt es wahrscheinlich in allen regionalen Dialekten. Das so wichtige Loben und Anerkennen fällt leider tatsächlich oft hinten runter. Oder es wird nicht ausgesprochen, sondern nur im Stillen gedacht. Wertschätzung jedoch ist ein Grundbedürfnis, das wir alle haben und ein Booster für jedes Team.

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